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Hier kann eine persönliche Anleitung zum Gewicht-Abnehmen heruntergeladen werden.
Link folgt demnächst!

Ist Kaffeetrinken gesund?

Um den Zusammenhang von Kaffeekonsum mit gesundheitlichen Risiken zu untersuchen wurde in 10 europäischen Ländern eine Untersuchung an 521‘330 Personen über einen Zeitraum von 16.4 Jahren durchgeführt. In dieser Beobachtungszeit starben 41‘693 Menschen. Verglichen mit den Menschen, die keinen Kaffee konsumierten, hatte der Viertel der Menschen, die am meisten Kaffee konsumierten, eine signifikant niedrigere Gesamt-Sterblichkeit (Männer -12%, Frauen -7%), ebenfalls zeigte sich eine Reduktion für die Sterblichkeit an Krankheiten des Verdauungssystems (Männer -59%, Frauen -40%). Frauen starben zudem weniger häufig an Kreislaufkrankheiten (-22%) und an Hirngefässkrankheiten (-30%), es musste aber eine höhere Sterblichkeit an Eierstockkrebs (+31%) verzeichnet werden.
Somit ist der Kaffeekonsum mit einem verminderten Risiko für verschiedene Todesursachen assoziiert und dies unabhängig von den verschiedenen untersuchten Ländern.
Annals of Internal Medicine 17.07.2017

Was ist bei 65-jährigen Übergewichtigen, die Gewicht abnehmen besser, um die Gebrechlichkeit,  den Muskel- und Knochenabbau zu verringern: aerobes Training, Muskeltraining oder beides ?

In die Mitte Mai 2017 publizierte Studie wurden 141 Teilnehmer eingeschlossen: Alter >65 Jahre, BMI >30, Bewegung bisher <1 Stunde pro Woche.
Eine Gruppe war die Kontrollgruppe, die weder zusätzlichen Sport noch eine Beratung für die Gewichtsreduktion erhielten.
Die anderen drei Gruppen wurden in Gewichtsreduktion instruiert und erhielten eine Ernährungsberatung mit einer ausgewogenen Diät mit einer Reduktion der täglichen Kalorienzahl um 500-750 kcal, beinhaltend ca. 1 g hochwertiges Eiweiss pro kg Körpergewicht pro Tag. Das Ziel war in einem halben Jahr 10% des Körpergewichtes zu verlieren. Sie erhielten zusätzlich 1500 mg Kalzium und 1000 IU Vitamin D pro Tag.
Die aerobe Gruppe (A) erhielt ein aerobes Trainingsprogramm (3x wöchentlich eine Stunde mit 10 min Beweglichkeitsübungen, 40 min aerobes Training [Laufband, Hometrainer, Stepper; beginnend mit 65% der max. HF, steigernd auf 70-85%]und 10 min Gleichgewichtsübungen).
Die Krafttrainingsgruppe (K) erhielt ein Krafttraininsgprogramm (3x wöchentlich eine Stunde mit 10 min Beweglichkeitsübungen, 40 min Krattraining [Geräteübungen für Beine und Oberkörper] und 10 min Gleichgewichtsübungen).
Die kombinierte Gruppe (Kombi) erhielt ein kombiniertes aerobes und kraftbasiertes Trainingsprogramm (3x wöchentlich 75-90 min mit 10 min Beweglichkeitsübungen, 30-40 min aerobes Training [Laufband, Hometrainer, Stepper] und 30-40 min Krafttrainng und 10 min Gleichgewichtsübungen.
Resultate:
In allen Interventionsgruppen konnte das Gewicht um 8.5-9 kg reduziert werden. Die Muskelmasse ging am wenigsten in der K- und Kombi-Gruppe verloren (- 1.0 resp. -1.7 kg) gegenüber der Gruppe A mit -2.7 kg. Die Knochendichte nahm in der Gruppe A am meisten ab (-2.6%).
Ein körperlicher Fitnesstest (Physical Performance Test) untersuchte und quantifizierte die Beweglichkeit der Studienteilnehmer. Dieser stieg am meisten in der Kombi-Gruppe von 27.9 auf 33.4. Die beiden Gruppen A und K stiegen auch um den etwa gleichen Wert auf 33.2 resp. 32.7 an.
Die maximale Sauerstoffaufnahme konnte am meisten in der Gruppe A und Kombi um 3.1-3.3 ml/kg/min gesteigert werden, in der K-Gruppe nur um 1.3. Die Kraft nahm in der Gruppe K und Kombi am meisten zu (19%, 18%) gegenüber von nur 4% in der Gruppe A.
Nebenwirkungen waren sportassoziierte  Stürze, Schulter-, Knie- und Rückenschmerzen und Vorhofflimmern, dies allerdings in den Gruppen gleich verteilt.
Die Autoren kommen zum Schluss, dass bei der Gewichtsabnahme ein kombiniertes Kraft- und aerobes Ausdauerprogramm am effektivsten ist, um den funktionelle Zustand von älteren adipösen Menschen zu erhalten.
NEJM 2017;376:1943-55

Eine prospektive Pilot-Studie über den Nutzen von Ayurveda auf die koronare Herzkrankheit

Die arteriosklerotischen Gefässveränderungen und Gefässeinengungen der Herzkrankgefässe, die sogenannten koronare Herzkrankheit, ist die Haupttodesursache weltweit. Betroffene Patienten suchen oft anstelle oder neben den herkömmlichen und schulmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten (Medikamente, Ballondilatation, Stent-Implantation, Bypass-Operation) andere Wege. Ayurveda ist ein alter, ostindischer, ganzheitlicher Zugang zur Gesundheitsvorsorge.
An der  kardiologischen Klinik der Universität und dem Ayurvedischen Institut von New Mexico in den USA wurden 22 Patienten mit koronarer Herzkrankheit, also Patienten die einen Herzinfarkt erlitten hatten oder die einen Ballondilatation, einen Stent oder eine Bypassoperation erhalten hatten, in die Studie eingeschlossen und über die ayurvedische Ernährung (ohne Kalorienrestriktion) unterrichtet, in das Yoga und die Meditation und Atemtechnik instruiert und über den Gebrauch von ayurvedischen Kräuter aufgeklärt. Nach 90 Tagen wurden die Patienten nachkontrolliert.
Resultate: Bei 19 Patienten, die die Studie beendeten, war die Pulswellengeschwindigkeit, ein Mass für die Gefässelastizität und –gesundheit signifikant besser, die Patienten hatten signifikant Gewicht abgenommen, das Gesamtcholesterin, das LDL-Cholesterin und die Bluttriglyceride haben ebenfalls signifikant abgenommen, nicht das HDL-Cholesterin, von dem man einen Anstieg erwarten würde. Die meisten Patienten konnten die Blutdrucksenkenden Medikamente reduzieren oder gar absetzen.
Kommentar: Im Gegensatz zur mediterranen Ernährung wurden die ayurvedischen Ansätze noch nie wissenschaftlich im Hinblick auf die Gefässgesundheit untersucht. Trotz dieser sehr kurzen Untersuchungsdauer konnten selbst bei einer kleinen Anzahl von Patienten signifikante, das heisst wissenschaftlich anerkannte und relevante positive Effekte auf den Blutfett-Stoffwechsel erkannt werden. Eine Pilotstudie ist eine Vorläuferstudie, die dabei gefundenen Erkenntnisse müssen in einer grösseren Studie mit sogenannt klinisch relevanten Ereignissen überprüft werden. Das heisst, es muss in dieser zukünftigen Untersuchung gezeigt werden können, dass weniger Patienten einen Herzinfarkt erleiden, einen Stent oder eine Bypassoperation benötigen.
Alternative Therapies in Health and Medicine 2015 Sep; 21 (5): 52-62.

Flugreisen für Herzpatienten – was ist zu beachten?

Fragen Sie ihren Arzt vor einer Flugreise. Der Kabinendruck in einem Reiseflugzeug entspricht einer Höhe von 2000-2400 Metern über Meer.
Nach einem Herzinfarkt kann man nach 7-10 Tagen, nach einer perkutanen Koronarintervention (Ballondilatation oder Stent) nach 3 Tagen und nach einer Herzoperation nach 10 Tagen in der Regel wieder ein Flugzeug besteigen, wobei sich die Richtlinien je nach Airline unterscheiden können.
Die Medikamente sollen wie bisher eingenommen werden; in gewissen Situationen ist eine Thromboseprophylaxe angebracht.
Psychische und körperliche Überlastungen entstehen auch bei Flugangst, Gepäcktragen, Eile, Wartestress, Unvorhergesehenem, Verspätungen, starken klimatischen Veränderungen etc.
Ausreichende Menge der Dauer-Medikamente und Anfalls-Medikamente für die gesamte Reisedauer sowie eine gewisse Reservemenge für einige Tage darüber hinaus (unvorhersehbare Reiseunterbrechung, Flugverschiebungen, Unwetter etc.) im Handgepäck mitnehmen. Notfallmedikamente sollen während des Fluges griffbereit sein (Nitroglycerin-Kapsel oder -Spray, Ventolin-Spray, Medikamente gegen Reiseübelkeit u.a.).
Eine Medikamentenliste mit Inhaltsstoffen und Dosierungen getrennt von den Medikamenten aufbewahren, allenfalls eine Kopie auf einer Internet-zugänglichen Seite abrufbar machen.
Einen ärztlichen Bericht (Austrittsbericht, Diagnoseliste, letztes EKG, Herzkatheterbericht, Schrittmacherausweis, Blutverdünnungsausweis, Blutzuckerbüchlein etc.) mitnehmen, meist genügt die eigene Sprache, da die Fachausdrücke in verschiedenen Sprachen ähnlich und rekonstruierbar sind für die behandelnden Ärzte.
Vor allem für die Heimreise aus subtropischen und tropischen Ländern Antibiotika, Elektrolytlösungen und Mittel gegen Durchfall ins Handgepäck mitnehmen, um rasch behandeln zu können.
Der erhöhte Flüssigkeitsbedarf während des Fluges muss beachtet und ersetzt werden (kein Alkohol!)
Man sollte sich vor der Abreise über die medizinische Versorgung am Reiseziel orientieren (Name und Telefonnummer von Arzt, Rettungswagen, Spital, Kardiologe, Schrittmacherzentrum) und Mitreisende über die Krankheit informieren.
Dr. med. Peter Eichhorn, 21.9.2016

Rauchstopp - besser spät als nie!

Ein Rauchstopp lohnt sich auch noch im fortgeschrittenen Alter. Selbst wer seine letzte Zigarette erst als über 60-Jähriger rauche, senke sein Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall innerhalb weniger Jahre erheblich, berichten deutsche Wissenschafter in der aktuellen Ausgabe des «British Medical Journal».

Die Forscher vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg werteten Daten von einer halben Million Menschen aus, die 60 Jahre oder älter sind. Raucher sterben demnach im Mittel fünfeinhalb Jahre früher an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als lebenslange Nichtraucher. Ex-Raucher sterben knapp zwei Jahre früher. Insgesamt erliegen laut der Studie Raucher doppelt so oft einem Herz-Kreislauf-Leiden wie Nichtraucher.

Es sei nie zu spät, mit dem Rauchen aufzuhören, folgert Studienleiter Hermann Brenner. «Selbst Menschen in der höchsten Altersgruppe profitieren gesundheitlich noch sehr davon.» Allerdings gelte: Je länger die letzte Zigarette zurückliegt, desto deutlicher der Effekt.
NZZ 23.4.2015, Nr. 93, Seite 22.

Merkblatt zur Schlafhygiene

Regelmässiger Rhythmus (Schlafenszeit und Aufstehzeit), seinen eigenen Rhythmus finden.
6-8 Stunden Schlaf.
Nach dem Aufstehen am Morgen sich etwa eine halbe Stunde lang dem Tageslicht oder genügend künstlicher
      Beleuchtung (etwa 1000 Lux am Auge) aussetzen.
Keine Schichtarbeit/kein regelmässiger Jet lag.
Kein Schlaf tagsüber, wenn nur sehr kurz (max. 30 Minuten).
Anregende körperliche oder geistige Tätigkeiten sowie soziale Interaktionen tagsüber vor 18 Uhr.
Kein Kaffee, Tee, Eistee, Cola nach dem Mittagessen oder Nikotin nach 19 Uhr.
Alkohol ist kein gutes Schlafmittel!
Keine schweren Mahlzeiten abends 3 Std. vor dem Schlafen.
Gedämpftes, warmes Licht am Abend, Einschlafritual, Pufferzone.
Angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer (Dunkelheit, kein Lärm, Temperatur max. 18 Grad).
Wenn kalte Füsse stören, dann warmes Fussbad vor dem Zubettgehen oder Bettsocken.
Nachts nicht auf den Wecker/ die Uhr schauen und nachts nichts essen.
Dr. med. Peter Eichhorn 25.1.2015

Europäischer Schlüssel gegen Krebs: 12 Mittel, um das Krebsrisiko zu verringern

Rauchen Sie nicht, verwenden Sie keine Form von Tabak.
Machen Sie ihr Heim rauchfrei und unterstützen Sie einen rauchfreien Arbeitsplatz.
Erreichen oder erhalten Sie ein gesundes Körpergewicht.
Bleiben Sie körperlich aktiv im Alltag und reduzieren Sie die Zeit, während der Sie sitzen.
Pflegen Sie eine gesunde Ernährung.
- Essen sie genügend Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse und Früchte,
- Begrenzen sie die Einnahme von hoch kalorienreichen Nahrungsmitteln und meiden sich zuckerhaltige Getränke.
- Vermeiden Sie maschinell verarbeitete Fleischprodukte, reduzieren Sie die Menge an rotem Fleisch und stark
 gesalzenen Nahrungsmitteln.
Wenn Sie Alkohol trinken, begrenzen Sie die Menge. Keinen Alkohol zu trinken ist besser für die Krebsvorbeugung.
Vermeiden Sie zu viel Sonnenbestrahlung, vor allem bei Kindern. Verwenden Sie Sonnenschutzmittel und verwenden
 Sie kein Solarium.
Am Arbeitsplatz schützen Sie sich vor schädlichen Einflüssen und halten Sie sich an die Sicherheitsbestimmungen.
Finden Sie heraus, ob Sie in Ihrem Heim einer vermehrten Radonbelastung ausgesetzt sind und reduzieren allenfalls die
 hohen Radonkonzentrationen.
Für Frauen:
- Stillen reduziert das Krebsrisiko für Mütter,
- Hormonersatztherapie erhöht das Risiko gewisser Krebsformen. Reduzieren sie diese Therapien.
Vergewissern Sie sich, dass Ihre Kinder an den Impfprogrammen teilnehmen.
- Hepatitis B
- HPV (Menschl. Papillomavirus) für Mädchen
Nehmen Sie an organisierten Krebsscreening-Programmen teil:
- Darmkrebs für Männer und Frauen,
- Brustkrebs für Frauen,
- Gebärmutterhalskrebs für Frauen .
Quelle: International Agency for Research on Cancer (IARC), the specialized cancer agency of the World Health Organization, with the participation of the European Commission, 2014.

Wie lässt sich ein erhöhter Blutdruck beeinflussen - ohne Medikamente?

• Gewichtsreduktion.
• Körperliche Bewegung: dynamisches aerobes Ausdauertraining von 30 Minuten an den meisten Tagen der Woche (mindestens 150 min /Woche) zeigt innerhalb von wenigen Monaten eine deutliche Blutdruckreduktion. Auch reines Krafttraining mit dynamischen Widerstandsübungen bewirkt eine moderate Blutdrucksenkung. Ein einfaches und überall durchzuführendes isometrisches Handgrifftraining ist nicht so gut untersucht und soll auch einen gewissen senkenden Effekt auf den Blutdruck haben.
• Salzarme Ernährung
• Reduktion des Alkoholkonsums
• Verhaltenstherapeutische Massnahmen, wie vor allem die transzendentale Meditation zeigen eine leichte Wirkung auf die Blutdrucksenkung, mehr als Yoga und andere Entspannungstechniken. Akupunktur scheint keinen signifikanten Effekt zu zeigen.

Die erwähnten Massnahmen führen zu einer leichten Reduktion des Blutdrucks von 2 bis 10 mmHg, und diesen vorwiegend auf den "oberen" systolischen Blutdruck. Meistens wird also trotzdem ein Medikament benötigt, aber vielleicht lässt sich die Dosis oder die Anzahl der Medikamente reduzieren.
Brook RD et al., Hypertension 2013; online first.

Was versteht man unter einem gesunden Lebenstil, der Herz- und Kreislaufkrankheiten vermindert?

• Aerobes Körpertraining bei 65% der maximalen Sauerstoffausschöpfung während mindestens 30 Minuten drei Mal wöchentlich

• Gewichtsreduktion, wenn der BMI mehr als 25 kg/m² beträgt

• Ernährung:

- Früchte, Gemüse, Vollkornprodukte, entrahmte Milchprodukte, zwei Mal Fisch wöchentlich

- Reduktion der gesättigten Fettsäuren auf 7-10% des Gesamtfettes

- Cholesterin weniger als 300 mg pro Tag

- Reduktion des Salszkonsums auf 6 Gramm pro Tag

- Einschränkung des Alkoholkonsums auf 15 Gramm pro Tag für Frauen und 20 Gramm für Männer (entspricht ca. 1.5 resp. 2 dl Wein pro Tag)
17.11.2013

Können Omega-3-Fettsäuren die Prognose von Patienten mit mehreren Risikofaktoren für Arteriosklerose vermindern?

Eine neuere Studie hat das in einer Doppelblind-Studie untersucht. 12513 Patienten mit mindestens Risikofaktoren wie Alter über 65 Jahren, männliches Geschlecht, Bluthochdruck, zu hohe Cholesterinwerte, Zigarettenkonsum, Übergewicht mit einem BMI von über 30, familiärer Belastung mit Herz-Gefässkrankheiten oder schon vorliegende arteriosklerotische Krankheiten wie Angina pectoris, Raucherbeine, Schlaganfall oder durchgemachte Gefässoperationen erhielten mindestens 1 g dieser Fettsäure oder Placebo (Olivenöl). Alle Patienten erhielten daneben die übliche medizinische Behandlung. Die Patienten wurden 5 Jahre nachuntersucht.

733 von 6239 Patienten, die diese Fettsäure erhielten, und 745 von 6266 Patienten, die Placebo erhielten, starben während dieser Zeit an Herz-Kreislaufkrankheiten, erlitten einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall (11.8 gegenüber 11.9 % , was nicht unterschiedlich ist). Auch wenn man diese beiden Gruppen noch genauer untersuchte, gab es keine Unterschiede der Sterbefälle, der Herzinfarkte und Schlaganfälle. Der Einfluss auf die Blutfette, den Blutdruck und die Herzfrequenz wurde nicht untersucht. Die Behandlung wurde gut vertragen.

Zusammenfassend muss gesagt werden, dass die Behandlung mit einem Gramm Omega-3-Fettsäuren bei Risikopatienten die Häufigkeit an Todesfällen und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems nicht zu vermindern vermag.
New England Journal of Medicine (NEJM 2013;368:1800-8).


Können Omega-3-Fettsäuren Herz-Gefässkrankheiten bei Patienten mit Zuckerstoffwechselstörung vermindern?

Die Omega-3-Fettsäuren sind eine Untergruppe innerhalb der Omega-n-Fettsäuren, die zu den ungesättigten Verbindungen zählen. Sie sind essentielle Stoffe für die menschliche Ernährung, das heisst, sie sind lebensnotwendig und können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Ihnen werden eine günstige Wirkung vor allem für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems nachgesagt. Eine neue Studie hat das nun in einer Doppelblind-Studie untersucht. 12536 Patienten mit erhöhtem Nüchtern-Blutzucker, erhöhtem Blutzucker nach einem Zuckerbelastungstest oder Patienten mit einer Zuckerkrankheit erhielten mindestens 900 mg diese Fettsäure oder Placebo. Alle Patienten erhielten daneben die übliche medizinische Behandlung. Die Patienten wurden 6.2 Jahre nachuntersucht.

547 von 6281 Patienten, diese Fettsäure erhielten, und 581 von 6255 Patienten, die Placebo erhielten, starben während dieser Zeit an Herz-Kreislaufkrankheiten (9.1 gegenüber 9.3 % , was nicht unterschiedlich ist). Auch wenn man diese beiden Gruppen noch genauer untersuchte, gab es keine Unterschiede in den Sterbefällen bezüglich jeder Ursache oder bezüglich Herzrhythmusstörungen. Auch Herzinfarkte, Schlaganfälle, Spitaleinweisungen wegen Herzschwäche, Bypass-Operationen oder Herzgefäss-Erweiterungen, Angina pectoris etc. waren durch die Behandlung nicht vermindert worden. Dies, obwohl die Spiegel der Triglyceride der Patienten doch signifikant reduziert worden waren, diejenigen der Cholesterinwerte hingegen nicht. Auch auf den Blutdruck und die Herzfrequenz hatte die Behandlung keinen Einfluss.

Zusammenfassend muss gesagt werden, dass die Behandlung mit einem Gramm Omega-3-Fettsäuren die Häufigkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten bei Patienten mit Zuckerstoffwechselstörungen nicht zu vermindern mag.
New England Journal of Medicine (NEJM 2012;367:309-318).


 
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